Dämmschicht-Trocknung

Wasserschadenbeseitigung durch Dämmschicht-Trocknung

Zunächst wird das freie Wasser, falls vorhanden, abgesaugt, aufgewischt oder mit Hilfe von Sauganlagen über Wasserabscheider entsorgt, um ein weiteres Eindringen in die Bausubstanz zu verhindern und den eigentlichen Trocknungsvorgang zu beschleunigen.

Mittels einer genauen Messung wird das Schadensausmaß festgestellt und die benötigten Trocknungsanlagen zur Beseitigung der Feuchte installiert.

Bei der Standardvariante wird in den zentralen Bereichen der durchfeuchteten Flächen die Estrichschicht durchbohrt. Trockenluft wird dann mit Hilfe eines Verdichters über Schläuche in die Dämmschichten eingepresst oder abgesaugt. Aufgrund des Überdruckes entweicht die feuchte Luft über die Randstreifen zwischen Estrich und Wand zurück in den Raum. Dort wird sie von einem Entfeuchtungsgerät über die Raumluft angesaugt, wieder entfeuchtet und in der zuvor geschilderten Art und Weise dem Trocknungsprozess zugeführt.

Über regelmäßige Kontrollmessungen wird der Trocknungsfortschritt erfasst und nach ca. zwei bis drei Wochen können die Anlagen bei Erreichung der Ausgleichsfeuchte wieder demontiert werden. In der Zwischenzeit kann der weitere Ablauf der Sanierungsarbeiten festgelegt werden.

Dämmschicht-Trocknung im Überdruckverfahren

Dämmschicht-Trocknung im Überdruckverfahren

Die entfeuchtete Luft wird von einem Adsorptions- bzw. Kondensationstrockner direkt in den Seitenkanalverdichter geleitet, welcher den Druck erhöht. Anschließend wird diese Luft vom Trockenluftausgang direkt durch die Dämmschichten gedrückt.

Dämmschicht-Trocknung im Unterdruckverfahren

Mit einem Adsorptions- bzw. Kondensationstrockner wird die Raumluftfeuchtigkeit herabgesenkt. Über die Randfugen oder Bohrungen im Estrich wird mit einem Seitenkanalverdichter die Luft über die Dämmschicht angesaugt.

Dämmschicht-Trocknung im Über-/Unterdruckverfahren (Standardverfahren)

Mit dem Adsorptionstrockner wird mit geringem Druck die trockene Luft in die Dämmschicht eingeblasen. Zeitgleich wird die feuchte Luft aus der Dämmschicht mittels Seitenkanalverdichter abgesaugt. Dadurch wird ein Anheben des Estrichs (z.B. Gussasphalt) vermieden.

Dämmschicht-Trocknung mittels Randstreifensystem

DT_Randstreifen

Mittels eines Adsorptionstrockners und eines Seitenkanalverdichters, wird über die Estrichdehnfuge Trockenluft in die Estrichdämmschicht eingebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite entweicht die feuchte Luft über die Estrichdehnfuge und wird über den Adsorptionstrockner entfeuchtet.

Dämmschicht-Trocknung mittels Fugenkreuzsystem

Dämmschicht-Trocknung mittels Fugenkreuzsystem

Bei der technischen Trocknung im Fugenkreuzsystem findet die gleiche Vorgehensweise wie beim Randstreifensystem statt. Hierbei erfolg die Trockenluftzufuhr, sowie die Ableitung der feuchten Luft, über 6 mm Bohrungen in die Estrichdämmschicht.